Online-Schnapsen: ein Experteninterview mit Manuel Lang

Schnapsen ist Teil der österreichischen Kultur. Das Spiel rund um "a Bummerl", Stich und Atout-Karte ist hierzulande tief verwurzelt.
In den vergangenen Jahren wurde die digitale Variante immer beliebter, die Pandemie sorgte für einen regelrechten Online-Kartenspiel-Boom. Wir haben uns mit Manuel Lang vom Marktführer Schnopsn darüber unterhalten.

 

Herr Lang, ist Schnapsen eigentlich ein Glücksspiel?

Anders als etwa verschiedene Poker-Varianten, Two Aces oder Beobachtungsroulette gilt Schnapsen in Österreich nicht als Glücksspiel, sondern als Gesellschaftsspiel oder Geschicklichkeitsspiel.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man beim Schnapsen kein Glück benötigt. Taktik, Konzentration und Erfahrung sind aber mindestens ebenso wichtig.

Was macht Online-Schnapsen so besonders?

Im Gegensatz zum traditionellen Schnapsen sitzt man sich beim Online-Schnapsen nicht direkt gegenüber. Gespielt wird gegen echte Gegner, allerdings auf dem Smartphone, auf dem Tablet oder auf dem Computer. Dies jedoch jederzeit und überall.

Bei Schnopsn Online gibt es Zigtausende Spieler auf der ganzen Welt, Spiele sind praktisch rund um die Uhr möglich. Kurz gesagt: Man muss sich nicht erst mit Freunden verabreden, einen gemeinsamen Ort finden und Karten mitbringen, sondern kann sofort loslegen.

Geht beim Online-Schnapsen nicht der soziale Charakter verloren?

Das ist sicherlich ein spannender Punkt. Von “verloren” würde ich nicht sprechen, vielmehr haben sich unsere Kommunikationswege in vielen Bereichen des Lebens verändert. Ich denke hier etwa an Zoom-Meeting oder WhatsApp-Gruppen, die in den letzten Monaten zunehmend persönliche Treffen ergänzten oder gar ersetzten.

Trotzdem spielt die soziale Komponente beim Online-Kartenspiel nach wie vor eine gewichtige Rolle. Sofern man das möchte. Wir setzen etwa auf eine Chatfunktion, die Unterhaltungen in Echtzeit erlaubt.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass sich beim Online-Spiel auch unzählige Freundschaften entwickelt haben, die es ansonsten niemals gegeben hätte. Spieler, die teilweise an völlig unterschiedlichen Orten leben und die sich im Wirtshaus niemals begegnet wären.

Wie schwierig ist der Einstieg für Neulinge?

Überhaupt nicht, denn Schnapsen ist kein kompliziertes Spiel. Bereits nach kurzer Zeit weiß jeder Spieler, was es mit Begriffen wie Bummerl, Atout-Farbe oder Stich auf sich hat. Die App ist selbsterklärend, zudem gibt es hier die Regeln in aller Kürze. Am besten lernt man Schnapsen aber immer noch beim Spielen.

Kann ich online auch um echtes Geld spielen?

Ja, das ist möglich. Wir haben eine eigene App dafür entwickelt, sie heißt Schnopsn Cash.

Und wie riskant ist das Spiel um Geld?

Nicht sonderlich. Das Wichtigste ist als Spieler seine Grenzen zu kennen. Jeder kann seinen Einsatz selbst wählen. Zudem handelt es sich um überschaubare Beträge, sie liegen zwischen ein paar Cent und wenigen Euro. Der Spielspaß sollte immer im Vordergrund stehen!

Wer nicht um Geld zocken möchte, kann sich unsere Gratis-App Schnopsn Online herunterladen. Hier spielt man in erster Linie um “Ruhm und Ehre”. Für jeden Sieg gibt es Punkte: Je mehr Turniere bestritten und je mehr Punkte gesammelt werden, desto besser schneidet man in der Weltrangliste ab.

Wird Online-Schnapsen die klassische Variante irgendwann ersetzen?

Die klassische Partie ist durch Corona zur Seltenheit geworden, auch das Wirtshaussterben trägt seinen Teil dazu bei. Trotz allem glaube ich nicht an einen "letzten Stich" im Wirtshaus, Schnapsen mit echten Spielkarten wird immer seinen Platz haben.

Ich sehe die Online-Variante eher als perfekte Ergänzung dazu. Durch die große Verfügbarkeit – und ganz ohne Sperrstunde – können wir nicht nur eingefleischte Schnapser ansprechen, sondern auch eine neue Generation für das Kartenspiel begeistern.